Tagesbericht vom Mittwoch, 22.07.2026
Am Mittwoch den 22.07.2026, pünktlich um 11:30 Uhr begrüßte uns Mathis Schmidt, der Vereinsvorsitzende des 1. SC Partwitzer See e.V. mit interessanten Worten.
„Wir haben weder Zeit noch Mühen gescheut und die diesjährige IDM bereits vor beachtlichen 20 Millionen Jahren akribischer Vorbereitung – vom versunkenen Wald über das Reifen zur Braunkohle, dem Abbau, einem großem Loch das dann mit 134 Millionen Kubikmeter Wasser gefüllt wurde sind wir heute rechtzeitig fertig geworden.“
Das Orgateam des 1. SC Partwitzer See e.V. hat gute Arbeit geleistet.
40 Teams meldeten sich zur diesjährigen Internationalen Deutschen Meisterschaft der Ixylon-Jollen. Der 1. SC hatte für uns (Menschen wie Boote) ein tolles Umfeld auf seinem wunderbaren Vereinsgelände geschaffen. Und selbst das (kalte, regnerische, sehr windige, fast herbstliche) Wetter sei ja nach unserem Geschmack, vermutete die Bürgermeisterin der Gemeinde Elsterheide Antje Gasterstädt bei ihrer Begrüßung der Gäste.
Nach weiteren motivierenden Worten vom sächsischen Seglerverband, von Robert, dem Vorsitzenden unserer Klassenvereinigung, sowie der Einführung durch Wettfahrtleiter, Raik Wollenbeker und durch Enrico Hauschild Chef des Protestkomitee konnten wir pünktlich um 13 Uhr zur ersten Wettfahrt aufbrechen.
Es war in der Tat windig 4 bis 5 bft. Trotzdem entschieden sich nur wenige Crews, Knochen und Material zu schonen, so dass am Ende 38 Boote an der Startlinie antraten. Und die waren heiß. Die Flagge „P“, die die Wettfahrtleitung zog, endete umgehend in einem allgemeinen Rückruf, sodass ein zweiter Versuch mit „U“ folgte. Diese Maßnahme sorgte für einen sauberen Start, und die nötige Disziplin war (Achtung Spoiler) für den Rest der Wettfahrten hergestellt – sehr zum Leidwesen des jüngsten Mitglieds der Wettfahrtleitung, das gewissenhaft alle Starts ankündigte, dabei aber allzu gerne auch einmal die Black Flag gezogen hätte.
Es folgten zwei Wettfahrten mit ordentlich Wind und Welle, Böen und Drehern vor allem an der Luvtonne. Alle Segler kämpften mit viel Einsatz um die Platzierungen.
Die erste Wettfahrt entschieden Steini (Frank Steinmeyer) und „Heidi“ (Thomas Heide) von den Lindower Regattaseglern e.V. für sich, vor Uwe und Anett Hein vom Potsdamer Seglerverein e.V., als Zweit- und Stefan Claus und Torsten Völker vom Schweriner Yachtclub als Drittplatzierte. Den zweiten Lauf gewannen Volker Schön und André Zachäus (Sternberger Seglerverein e.V. / Plauer Wassersportverein e.V.) vor Steini und Heidi. Mit einem dritten Platz machten Erik Schmidt und Matthias Schulz vom Sternberger Seglerverein e.V. auf sich aufmerksam.
Über den genauen Ablauf der Titelkämpfe an der Ziellinie kann an dieser Stelle keine Auskunft gegeben werden, da die Autoren sich zu dem Zeitpunkt anderswo aufhielten.
Aber es gibt ja auch noch anderes Erwähnenswertes. Burkhard und Elke waren, wie scherzhaft angekündigt, „all in“ gegangen, was ihr Boot allerdings etwas zu wörtlich genommen hatte, und auch die Schokoschüssel hatte nach einem erbitterten Fight den einen oder anderen Fisch mit Pralinen versorgt. An der Entscheidung der Wettfahrtleitung, letztlich anders als geplant auf die dritte Tageswettfahrt zu verzichten, hatten angesichts der herausfordernden Bedingungen wohl die Wenigsten etwas auszusetzen. Und so kamen wir, erschöpft, aber erfüllt von einem tollen Wettkampftag, zurück am Steg an.
Beim Anlegebier wurden die ersten Geschichten vom Wettkampfgeschehen ausgetauscht, und das hörte eigentlich nicht mehr auf, bis Udo (den wir an den kommenden Tagen noch in diversen Rollen als besten Kommunikator, Karaoke-DJ und Vizefotograf kennenlernen durften) uns noch einmal zusammentrommelte. Mit mehr oder weniger ausgeprägtem Geschick aber ungetrübter Laune maßen wir uns in den traditionsreichen Disziplinen Dosenwerfen, Eierlaufen, Sackhüpfen und Tauziehen. Die Besten gewannen und wurden mit Freigetränken an der Bar belohnt. Und mit den Bildern vom Tag ging ein rundum gelungener Wettkampftag zu Ende.
Ein ganz herzlicher Dank geht noch einmal an den Veranstalter. Mit welchem Einsatz, welcher Umsicht, Liebe fürs Detail, Kommunikationsgeschick und stets bester Laune ihr euch um uns gekümmert habt, war wirklich außergewöhnlich!
Frank & Lene (Ixy 4172)
Tagesbericht vom Donnerstag, 23.07.2026
Nachdem wir bereits am frühen Montagnachmittag angereist waren, unser Zelt gerade so aufgebaut hatten, nicht hinterm schützenden Schilf sondern auf der freien Ebene, erwischte uns schon die volle Breitseite mit Starkböen und Platzregen. Danach wurde erstmal eine Sicherungsleine gespannt, um das Zelt vom Wegfliegen zu sichern. Sollte das der erste Eindruck für das Wetter der bevorstehenden Tage sein? Abends jedenfalls konnten wir im Warmen verbringen. Mathis lud uns in die Vereinsmesse ein und wir ließen den ersten Abend mit Getränken und guter Stimmung ausklingen.
Die vom Wetterbericht seit Tagen angesagte Windstärke für den Donnerstag hatte sich, wie von uns befürchtet, tatsächlich eingestellt. Es war angerichtet, für viele bestes Segelwetter mit 4-6 bft.
Für heute waren 3 Läufe geplant. Unser Entschluss stand fest, uns die Wettfahrten vom Ufer aus anzusehen, so dass im Bericht einige Details aus den Rennen fehlen werden.
Die Rennen wurden wie schon am ersten Tag wieder auf dem größeren nördlichen Teil des Partwitzer Sees durchgeführt. Bewährter Kurs TL 2, Dreieck- Schleife- Ziel nach dem Vorwindgate.
Wir hatten uns bei leichtem Nieselregen mit einigen Mitstreitern an den Südoststrand des größeren Teils des Sees begeben, um von dort aus die Regatta verfolgen zu können. Die Startsignale waren zu hören und zumindest auf den Spi-Strecken konnte man die Platzierungen der Boote sowie den Zieleinlauf gut ausmachen.
Unsere Starkwindspezialisten Heidi u. Steini hatten schon am ersten Tag vorgelegt und der mit Schaumkronen überzogene See sollte beste Voraussetzungen bieten, um ihre Spitzenposition auszubauen. Wie schon am Vortag nach dem ersten unverschärften Versuch mit P wurde nur noch mit Flagge U gestartet, so dass sich die Heißsporne zurückhielten und die Starts reibungslos über die Bühne gingen. In der ersten Tageswettfahrt konnten wir nach der 2. Kreuz einen gelben Spi ausmachen, der als erster auf die Vorwindstrecke ging. Bei Annäherung ans Gate konnten wir dann deutlich erkennen, dass Robert und Bene (XY 86) sich einen ordentlichen Vorsprung verschafft hatten und den Lauf für sich entscheiden konnten. Zweite wurden Stefan und Torsten (XY165) vor Iven und Jan Ole (XY26) die sich nach dem, für Ihre Verhältnisse, mäßigen Ergebnis am ersten Tag erstmal rehabilitierten.
Zweite Tageswettfahrt, selbes Bild auf dem Wasser, flächendeckend Schaumkronen.
Einhellige Meinung der Zuschauenden: „Alles richtig gemacht“.
Nun zeigten uns die üblichen Verdächtigen, wie Bootbeherrschung bei diesen Bedingungen funktioniert. Heidi und Steini mit ihrem weiß/ blauen Spi sah man mit deutlichem Vorsprung über die Raum- und Vorwindgänge fliegen. Dahinter folgten Volker und André (XY1359) ebenfalls mit reichlich Vorsprung vor den Verfolgern. Den dritten Platz konnten sich Anja und Birger (XY4754) sichern.
3. Tageswettfahrt: Von Land aus hatte man den Eindruck, der Wind hatte noch mehr aufgefrischt.
Erstaunlicherweise gab es an dem Starkwindtag relativ wenige Kenterungen. Das zeugt doch von der Routine der Teilnehmer. Hut ab auch an die Neueinsteiger und natürlich alle Seglerinnen sowie unsere älteren Teilnehmer, die an diesem Tag dem Wetter trotzten. Das dritte Rennen stellte sich als Spiegelbild der 2.Wettfahrt heraus, zumindest was den Zieleinlauf betraf. Die Platzierungen 1 bis 5 waren absolut identisch. Nach den drei Erstplatzierten ersegelten Iven und Ole jeweils Platz 4 und Steffen und Anje (XY2529) holten zwei beachtliche fünfte Plätze bei diesen Bedingungen.
Danach gings zurück in den Hafen und es wartete Anlegebier und leckerer Kuchen und Kaffee auf die Segler.
Nach der Tagessiegerehrung wurde lecker Wildschweinbraten aufgetafelt, bevor im Anschluss in der Messe wieder Barbetrieb mit leckeren Cocktails das Abendprogramm eingeleitet wurde.
Laut Udo ging es dann zum „Betreuten Singen“. Im Vorab gab es noch den MDR-Beitrag über die IDM und unsere schöne Ixylon sowie die tollen Bilder des Tages.
„Betreutes Singen“: Nein – es taten sich einige ungeahnte Talente hervor, die am nächsten Tag noch prämiert werden sollten. Der Abend ging noch lange…
Von uns Beiden vielen Dank für die schöne Woche und die sensationelle Rundumbetreuung an Land und auf dem Wasser.
Bettina & Steffen
XY 3027
PS: Das war meine letzte Meisterschaft, die ich sehr gern in Erinnerung behalte. Die Plazierungen am Freitag (5. und 12.) waren doch nach dem Totalausfall am Donnerstag sehr versöhnlich.
Sigi – mir wird das „Ritual“ an Land fehlen. Den Einen oder Anderen werde ich sicherlich als Landbegleitung einmal wiedersehen.
Liebe Grüße an Alle!
Eure Betty
Tagesbericht vom Freitag, 24.07.2026
Dritter Wettkampftag: Tag der Entscheidungen
Ein Tag der mit Sonnenschein beginnt, kann so schlecht nicht werden. Zumindest war es bis dahin mehr Sonne als an den letzten zwei Tagen, die mehr durch ordentlichen Wind glänzten. Aber auch der Freitag sollte ein guter und spannender Wettkampftag der Meisterschaft werden. Ein Tag an dem die Meisterschaft entschieden wird.
Nach 5 Wettfahrten an den vergangenen beiden Tagen wurde für heute entschieden, 3 weitere zu fahren, bevor die für den Samstag vorhergesagte Flaute, alle Segelambitionen zunichtemachen würde. Zunächst zeigten sich die Bedingungen ähnlich wie an den anderen Tagen, ordentlich Wind und Welle auf dem äußeren See, auf dem auch heute gesegelt werden sollte. Ohne zögern und jeglichen Versuch mit P zu starten, setzte die Wettfahrtleitung gleich U und schickte das Feld auf einen TL 2 – Kurs. Trotz der Bedeutung der Rennen gelangen auf Anhieb alle 3 Starts des Tages, das sei schon mit ein bisschen Verwunderung vorweggenommen.
Doch anders als an den anderen Tagen blies der Wind nicht gleichmäßig über den See, sondern hatte mit einigen Drehern so seine Schwachstellen, die für einige zu einem entscheidenden Vorteil oder einer ärgerlichen Falle wurden. Mit dem kräftigen Wind im ersten Rennen gingen Stefan und Torsten (XY 165) vor Heidi und Steini (XY 4646) durchs Ziel und kamen damit am besten mit den Bedingungen zurecht. Zum ersten Mal in diesen Tagen zeigten sich Heiko und Britta (XY2454) unter den Platzierten und setzten damit ein Zeichen. Dieses erste Rennen zeigte schon gleich, dass es hin und her gehen sollte, denn eine Crew der Leibchenträger versegelte sich mit den Drehern und Windseiten derart ungewohnt, dass sie auf den 11. Platz fuhren und damit ihren Streicher einholten. Der jetzt abnehmende und schwer berechenbare Wind frischte zum Start zwar wieder auf, doch die Kreuzen wurden zum Glücksspiel zwischen linker und rechter Seite. Auch ab durch die Mitte war kein Garant für Erfolg. Den schnellsten Weg ums Triangel fanden hierbei Robert und Benedikt (XY86) vor Ralf und Eric (XY1511) und Uwe und Annett (XY58). Von den führenden Booten waren Stefan und Torsten (XY165) mit dem 6. Rang noch am besten platziert. Die neongrünen Leibchen waren in dem Moment vergeblich vorne zu suchen. Denn in diesem zweiten Rennen erwischte es die Führenden eiskalt und sie gingen als 20. durchs Ziel. Nur nebenbei: Weit mehr Punkte als in allen bisherigen 6 Wettfahrten zusammen und damit definitiv ihr Streicher.
Doch es sollte noch spannender werden. Auch im dritten Rennen verlies den Wind die Kraft und noch mehr die Konstanz, so dass im letzten Rennen des Tages eher die Leichtwindsegler ihren Moment haben sollten. Pünktlich zum Start doch noch wieder mit Tempo, lies der Wind deutlich nach. Mitunter bis zur gefühlten Flaute, Strichen von Wind mal hier mal da, waren gute Entscheidungen mit einem glücklichen Händchen gefragt. Offensichtlich am besten gelang dies Volker und André (XY1359), die als erstes das Ziel durchfuhren. Gleich danach schafften dies Stefan und Torsten (XY165) noch vor Iven und Jan-Ole (XY26). Aber wo waren die neogrünen Leibchen? Weit und breit nichts von ihnen zu sehen, denn auch dieses Mal verließ sie das Glück und sie kamen als 17. ins Ziel. Ich bin mir sicher, dass jetzt auf vielen Booten gerechnet wurde, besonders auf einem.
Mit drei Wettfahrten war der Segeltag damit beendet und allen traten die Rückfahrt an. Wie auch an den Tagen zuvor lief das Slippen der Boote dank der fleißigen Helfer hervorragend und reibungslos. Noch am Bierwagen beim Anlegebierchen mauschelten die Ergebnistheorien umher, bis das amtliche Ergebnis einen hochdünnen Vorsprung der Führenden verkündete. Alle drei Platzierten lagen nach den heutigen drei Wettfahrten jeweils einen Punkt auseinander. Mehr Spannung vor dem letzten möglichen Rennen geht wahrlich nicht. Den Tagessieg fuhren Stefan und Torsten (XY165) ein und wurden hierfür bei der Tagessiegerehrung gefeiert. Mit deftiger Erbsensuppe der Vereins-Kochspezialisten war auch die Abendverpflegung, wie die anderen Tage auch, wieder gelungen.
Und um mit der Metapher von Mathis zu enden, es war ein anspruchsvoller und schöner dritter Weihnachtstag, der viel Spannung und am Ende doch das richtige Geschenk im Gepäck hatte, so dass keiner traurig sein musste.
XY 68 (Kissel & Basti)
Tagesbericht vom Samstag, 25.07.2026
Am Montag Abend sind wir zur IDM der Ixylons beim 1. Segelclub Partwitzer See angereist. Zu unserer Überraschung waren bereits circa zehn Boote eingetroffen. Wir wurden sehr herzlich begrüßt von den Partwitzern trotz unserer frühen Anreise. Wir haben unser Zelt auf dem kleinen Zeltplatz aufgebaut und sind dann bald im Schlafsack verschwunden. Für den Dienstag hatten wir uns nach dem Aufriggen der Treibgut einen kleinen Probeschlag auf dem See vorgenommen. Nachmittags musste das Ruder für die Vermessung ausgebaut werden und in die Schablone passen. Die Schablone war leider ein kleines bisschen zu klein – offenbar hatte ich bei den Lackarbeiten im Winter zu dick aufgetragen. Sandpapier hat die Situation geglättet. Danach konnte das Ruder nun mit der neuen Unterschrift von Mauchen wieder an seinem Arbeitsplatz montiert werden. Bei der Anmeldung erhielten wir eine Tasche mit unserer Segelnummer, zwei hübsche Bade- oder Saunatücher und die wichtigen Tickets für unsere Versorgung zum Umhängen.
Am Mittwoch Morgen konnte sich das Sammelticket zum ersten Mal bewähren – gegen ein kleines Löchlein im Ticket gab es ein leckeres, vollmundiges Frühstück. Danach stand am Vormittag die Eröffnung und die Steuerleute-Besprechung an. Matthis hat als Vorsitzender des 1. SCPs sehr schöne Worte gefunden und erklärt, dass die ersten Schritte für diese IDM bereits vor 20 Millionen Jahren in die Wege geleitet wurden, als die ersten Bäume im Moor versanken und die Grundlage für die entstandene Braunkohle gebildet haben. Die Kohle wurde dann im 20. Jahrhundert gefördert und verheizt. Zurück blieb ein Loch, dass nun mit Wasser gefüllt Partwitzer See genannt wird. Außerdem ist so eine IDM ein bisschen wie Weihnachten – eine Gruppe von Menschen macht sich Gedanken und bereitet alles hübsch vor, die andere Gruppe läßt sich schließlich überraschen und genießt das Ganze und in kurzer Zeit ist alles vorbei. Dann vergeht wieder ein Jahr … und das Ganze wiederholt sich. Ein riesengroßer Dank allen Helfern und Sponsoren, die die IDM vorbereitet und möglich gemacht haben. Schließlich hat Robert als Vorsitzender der KV das Wort ergriffen und unter anderem so eine ‚geprüfte‘ Lossammlung hervorgezaubert. Tja, und da stand die 2253 auf dem Los für den Bericht zum Samstag. Drei Lose wurden drei benachbarte Zelte vergeben – ist das Zufall?
Aber nun zum Samstag. Die Sonne scheint, es wird langsam warm. Der See ist sehr blank, nur ein ganz schwaches Lüftchen regt sich – schönstes Sommerwetter! Also erstmal Morgenroutine und Frühstück. Um 9:00 wird AP über 2 gesetzt. Damit kann also frühestens 13:05 Uhr gestartet werden. Warten auf den Wind … Irgendwann besteigt Raik, unser Wettfahrleiter, zusammen mit weiteren erfahrenen Windlesern das Mobo und sie verschwinden hinter der Halbinsel. Die Zeit vergeht … der Wind erscheint als schwaches Lüftchen … streifenweise zeigt er auf der Wasseroberfläche wie es aussieht, wenn schwacher Wind weht, um dann wieder mit Variationen von verschieden geformten glatten Flächen zu glänzen. Manche vertreiben sich die Wartezeit mit Glücksspiel und Rommé. Die Windleser kommen irgendwann zurück und die 2 unter AP wird entfernt. Sehr spannend! Wie sah es hinter der Landzunge aus? Bereitet sich der Wind dort vor und sammelt nur noch etwas Kraft? Dann AP über A(us und vorbei) – also heute keine Wettfahrt mehr.
Damit stehen die Deutschen Meister der Ixylon-Jollen 2026 fest: Thomas Heide und Frank Steinmeyer! Die beiden hatten an den beiden Starkwindtagen Mittwoch und Donnerstag mit drei ersten, einem zweiten und einem fünften Platz das Feld dominiert. Am Freitag hatten sie bei deutlich schwächerem Wind einen weiteren zweiten Platz aber auch ihren Streicher und einen siebzehnten Platz erzielt. Damit liegen sie einen Punkt vor dem zweitplatzierten Team Volker Schoen und André Zachäus und zwei Punkte vor den drittplatzierten Stefan Claus und Torsten Völker. Gratulation und herzliche Glückwünsche den drei Teams auf dem Podium!
Alle drei müssen ihre Boote nochmal ins Wasser setzen und werden vom Jury-Boot unter großem Jubel aller Teilnehmer und mit der passenden Musik gefeiert. Der Sekt fließt und spritzt in Strömen und schließlich schwimmen alle sechs Segler im Wasser vor dem Steg. Nach dem Foto-Shooting werden sie gerettet und weiter wird herzlich gratuliert und beglückwünscht.
Nun beginnen alle mit dem Abbau und dem Verpacken der Sportgeräte. Obwohl wir gar nicht auf dem Wasser waren, gibt es wieder die übliche Anleger-Bewirtung: Kaffee und sehr leckere, selbst gebackene Kuchen werden angeboten und gern verspeist. Na ja, wir hatten uns ja die Woche über schon sehr an dieses Verwöhnprogramm gewöhnt, da kann man nicht so abrupt aufhören. Der Abend beginnt mit dem formalen Abschluss der IDM – einem sehr dicken Dankeschön an die vielen fleißigen Helfer, für eine fantastische IDM der Ixylons in Partwitz gesorgt haben und natürlich den Sponsoren, die das Ganze finanziell ermöglicht haben. Vor der eigentlichen Siegerehrung werden eine Reihe von Sonderpreisen vergeben an das älteste und das jüngste Team, an das beste Mixed-Team (da ist die Konkurrenz allerdings sehr groß bei den Ixylons), den ältesten und den jüngsten Teilnehmer, aber der Preis für das beste Frauenteam konnte leider nicht vergeben werden.
Die besten zehn Teams erhalten jeweils Urkunden und Preise. Dank des Sponsors Tatonka erhalten die Teilnehmer jeweils Rucksäcke, die jeweils schöner werden, je besser die Platzierung ist. Ein dreifaches Ixy-lon als Dankeschön den Organisatoren und als Glückwunsch den Platzierten und weil es so schön war noch ein paar Mal 🙂 Damit ist die IDM der Ixylons 2026 beendet.
Der Abend wird mit einem sehr leckeren und üppigen Essen eingeläutet. Man kann nur dann alles probieren, wenn man sich jeweils für sehr kleine Portionen entscheidet. Danach startet die Musik und die Party beginnt. Der Bierwagen und oben die Bar sind geöffnet. Ein DJ hat seine Anlage aufgebaut und verspricht, dass die Party von Sonnenuntergang bis -aufgang gehen wird. Die drei Erstplatzierten laden alle ein zur Feier des Sieges auf Freibier und freie Cocktails. Anschließend werden noch eine ganze Reihe weiterer Biere und Cocktails genossen und bei schwungvoller Musik ausgelassen getanzt. Wir haben uns irgendwann verdrückt aber aus dem Zelt noch eine ganze Weile der Musik gelauscht. Es war eine tolle Woche – herzlichen Dank allen und bis spätestens im nächsten Jahr am Breitlingsee,
Burkhard & Elke (Treibgut – 2253)
großartige Berichte !! 😉