Bericht – Deutsche Meisterschaft der Ixylon 2021

erster Wettkampftag

Wir schreiben den 5. August und pünktlich um 11 Uhr fand die Eröffnung statt. Ein großes Dankeschön gilt dem Org-Team und allen Helfern und Helfershelfern. Die ersten der Rangliste des Jahres 2020 wurden mit farbigen Trikots markiert. Zum Glück gab es diese auch in XXL für mich. Bevor es mit den Rennen beginnen konnte, galt es allerdings das erste Hindernis zu überwinden. Die Brücke zum Schwielowsee musste erst einmal passiert werden. Uns erwarteten zwar schwache Winde, aber das Tor zum Himmel schien geöffnet zu sein. Ein jeder, der Richtung Sonne blickte, konnte diesen wundervollen kreisrunden Regenbogen erblicken.

So gingen knapp 50 Boote nach 2 Rückruf endlich auf den Kurs. Leicht drehiger Wind und viel Kraut erforderte wohl bei vielen Besatzungen gute Nerven. Das natürlich auch in Rennen 2 und 3. Tagessieger wurden Volker und Schicki, was wohl niemanden wirklich überrascht hat. Aber es ist trotzdem sehr eng an der Spitze. Ihr seht es auf den Ergebnislisten.

Kurz vor dem Start des 3. Rennens schien das Tor zum Himmel allerdings unruhig zu werden. Es sollte sich aber über die Dauer des Rennens noch nicht öffnen. Wir konnten den 3. Lauf des Tages trocken beenden. Allerdings endete dieses Glück auf der Heimfahrt zum Sattelplatz nach Werder. Alle Teilnehmer wurden gründlich gewaschen.

Alles in allem war es ein gelungener Auftakt zur Meisterschaft. Wir freuen uns auf die folgenden Tage und hoffen auf gutes Wetter und faire Rennen.

Claudia und Mike
XY 4343

zweiter Wettkampftag

Der erste Wettkampftag hatte für uns mit relativ guten Resultaten geendet. Klar, zum Ärgern findet man bei sich selbst immer etwas. Schwamm drüber, ist nicht das heutige Thema. Wenigstens hatten wir am Ende des Tages noch das Glück, durch Los den nächsten Bericht schreiben zu dürfen.

Der Blick am Morgen des zweiten Wettkampftages auf das Wasser ließ schon erahnen, dass der Wind nicht wirklich zulegen würde. Aber erst einmal war unser Geburtstagskind, Darleen, mit einem Ständchen zu begrüßen. Wir versprachen auch, sie im Ziel vorzulassen, sollte eigentlich nur Spaß sein.

Der anschließende Gang zum Brühstücksbuffet, dass durch die Veranstalter wieder mit leckeren Sachen bestückt war, stimmte mich für’s Erste sehr zufrieden. Und als dann, bedingt durch den fehlenden Wind, die Wettkampfleiterin Startverschiebung anordnete, folglich noch etwas Zeit verblieb, um zur Startlinie zu kommen, schien es ein guter Tag zu werden.

Aber irgendwann wandelte sich dann doch die Frühstücksruhe in allgemeine Betriebsamkeit und auch wir schubsten „Frau Meyer“ ins Wasser. Der Wind reichte aber immer noch nicht, um zügig zur Startlinie zu segeln. So gilt unser Dank am Morgen des zweiten Wettkampftages der Familie Kriewitz, welche uns und am Ende 15 weitere Ixy’s im Schlepp hatte und ins Regattagebiet verhalf.

Dort angekommen, taten auch wir, was man als Segler am Beginn eines Wettkampftages tut, man segelt sich ein, zieht den Spinnaker nochmal und wartet auf das Ankündigungssignal. Bereits da zeichnete sich ab, was uns den ganzen Tag begleiten sollte. Der Wind drehte, er drehte zurück und die Tonnen lagen wohl nicht, wie sie liegen sollten. Doch irgend wann ging es dann los. Das Startprozedere wurde abgespult und es gab nicht einmal einen Frühstart.

Wir selbst waren auch relativ gut weggekommen, von der Startlinie, allerdings nicht weit. Dann ging ein Ruck durch „Frau Meyer“ und die Genua hing gefühlt 10 cm weiter unten. Da das Rennen noch jung war, entschlossen wir uns zur Reparatur.

Also so gut wie möglich versucht, allein mit dem Groß die Heckspiegel der übrigen Boote nicht am Horizont verschwinden zu sehen, wurde die Genua geborgen, das Kopfbrett neu eingebunden, dann die Genua wieder hoch und weiter. Zum vorletzten Platz hat es letztendlich noch gereicht. Unser Geburtstagskind hatte uns kurz vor dem Ziel auch noch abgekocht – versprochen war versprochen.

Da wir drei, die Mannschaft und „Frau Meyer“, grundsätzlich optimistisch sind, wollten wir beim nächsten Lauf alles geben, um das Feld nicht wieder von hinten zu sehen. Doch soweit sollte es nicht mehr kommen. Nach mehreren Winddrehern und den damit verbundenen Startverschiebungen kam es zwar noch zum zweiten Start. Diesen Lauf beendete die Wettfahrtleitung unmittelbar nach dem Sart, sehr zum Verdruss der Mannschaften, die in ihrem Bereich der Startline tollen Wind hatten, aber halt nur dort.

Da der Wind dann abermals mehrfach drehte, verlegte die Wettfahrtleitung in einem letzten Versuch das Startschiff. Da auch so offensichtlich kein Lauf mit ausreichendem bzw. konstantem Wind möglich war, kehrten wir alle, ausreichend von der Sonne gegahrt, zurück zum „Stützpunkt“, die Mehrheit der Segler wieder im Schlepp.Sieger des Tagesrennens waren Uwe Hein und Ulf Hollenbach, Platz zwei belegten Valentina Tast und Cedric Otto, Platz drei erzielten Jens-Uwe Weggässer und Steffen Uhlemann.

Stefan Mildner

dritter Wettkampftag

Der 3. Regattatag brach an und versprach den ein oder anderen Teilnehmern noch die Möglichkeit auf den Meistertitel. Wir konnten 3 Läufe segeln, wobei zwei davon zumindest bei akzeptablen Windverhältnissen stattfanden. Nach 3 Wettfahrten stand es nun fest: Volli und Schicki hatten sich einmal mehr und souverän den Meistertitel ersegelt. Nach dem Schlepp an Land wurden wir mit gegrillten Burgern und dem üblichen Anlegebier begrüßt. Alles schien entspannt und der leider später zur Meisterfeier folgende Regen war noch in weiter Ferne. Dann munkelte sich ein Ereignis durch die Seglergrüppchen, das keiner zu glauben schien: Protest gegen Volli und Schicki, durch den sie in 2021 nicht den Meistertitel sondern lediglich Platz 9 in der Gesamtwertung erhielten. Auf Inhalte dieses Protest möchte ich in diesem Zusammenhang keine Stellung beziehen, da ich nicht dabei gewesen bin. Vielleicht nur ein Kommentar hierzu:

Wertschätzung und Respekt sind keine Einbahnstraße. Lasst uns im Rahmen unserer tollen Bootsklasse und Klassenvereinigung immer darauf achten, dass wir fair und sportlich miteinander umgehen und nicht vergessen, dass wir das Ixy-Segeln alle nur aus purem Spaß betreiben.

Glückwunsch somit den diesjährigen deutschen Meistern und den Platzierten:

1: Jens-Uwe Weggässer und Steffen Uhlemann
2: Jürgen Deutschmann und Annett Hein
3: Mike Bartel Und Claudia Müller

Vielen Dank an die Organisatoren der diesjährigen Meisterschaft und bis zum nächsten Jahr in Bitterfeld!

Christiana Theumer

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