Trimm gegen Luvgierigkeit bei Starkwind.

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Trimm gegen Luvgierigkeit bei Starkwind.

Beitragvon ferrugo » 01.06.2015, 21:05

Bei viel Wind und viel Geschwindigkeit zieht es ganz schön an der Pinne, auch wenn das Groß schön flach getrimmt wurde. Ein Fockäffchen zum Gewichtstrimm war leider nicht an Bord. Gibt es andere Möglichkeiten, den Trimm während der Fahrt so zu verändern, dass die Luvgierigkeit nachlässt?
Oder braucht man sich da nichts draus zu machen? Ich habe bloß schon von so hässlichen Dingen wie Strömungsabrissen am Ruder gelesen.

Gruß

Martin.

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Re: Trimm gegen Luvgierigkeit bei Starkwind.

Beitragvon Sven » 02.06.2015, 08:18

Hallo Martin,
in die Grundlagen des Trimms steige ich hier nicht ein, dass scheint Dir geläufig zu sein. Mich interessiert, was Du unter viel Wind verstehst, ob Du eine Fock resp. Genua gesetzt hast und ob der Mastfuß vorne oder hinten auf der Schiene befestigt ist.
Gruß Sven.

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Re: Trimm gegen Luvgierigkeit bei Starkwind.

Beitragvon ferrugo » 02.06.2015, 22:09

Hallo Sven,

die Fock war voll gesetzt, die Genua hätte ich nicht gehalten – weder von den Zugkräften noch von der Krängung –, Groß ohne Reff (wird bald reingeschneidert).

Der Mastfuß steht etwas weiter vorn als mittig. Für den normalen Betrieb mit Fockäffchen und mittlerem Wind ist das gut – wobei da sicher noch Spielraum für eine Verbesserung ist.

Wieviel Wind? Schwer zu sagen. Welchen Wind braucht man, um raumschots bis zu 10 kn mit Fock und Groß zu messen? Mehr als die angesagten 3 bestimmt. Vielleicht 4-5. Jedenfalls mehr als ich bisher hatte.

Grüße

Martin.

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Re: Trimm gegen Luvgierigkeit bei Starkwind.

Beitragvon Sven » 03.06.2015, 10:52

Hallo Martin,
Respekt!
Zur eigentlichen Frage fällt mir allerdings nichts weiter ein, es sei denn, der Mast war nach hinten geneigt.
Einen Vorschoter solltest Du Dir aber mal leisten, auch wenn die in der Unterhaltung teuer sind.
Gruß Sven.

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Re: Trimm gegen Luvgierigkeit bei Starkwind.

Beitragvon Sven » 03.06.2015, 12:09

P.S.: Hast Du es schonmal mit etwas Fieren der Großschot versucht?

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Re: Trimm gegen Luvgierigkeit bei Starkwind.

Beitragvon ferrugo » 03.06.2015, 13:52

Hallo Sven,

ich hätte mich bei kühlem Kopf nicht drauf eingelassen. Der Wind war die ersten Stunden sehr stark und ich sehr vorsichtig. Dann normalisierte sich die Lage für eine Weile und als der Wind dann wiederkam, packte mich ein Geschwindigkeitsrausch… Das Gute war, dass der Wind dann recht gleichmäßig war.

Ich werde den Mastfuß mal etwas weiter nach hinten bringen.

Schot fieren – guter Punkt. Ich glaube nicht, dass die Segel optimal zum Wind standen. Wobei mir bei dieser Tour ein weiterer Nutzen davon aufgefallen ist, die Segel nicht zu dicht zu holen: Wenn ich mit zu dichten Segeln bei einer Bö mitluvte, drückte es erstmal noch doller, bevor die Krängung abnahm – im Nachhinein vollkommen klar, richtig begriffen aber erst dabei.

Gruß

Martin.

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Re: Trimm gegen Luvgierigkeit bei Starkwind.

Beitragvon Sven » 03.06.2015, 14:43

Ok Martin,
mir scheint, dass das Boot immer ziemliche Schräglage hatte.
Wenn es Dich wieder mal so erwischt, dann lifte die Schwerter ein wenig, setze den Traveller auf Lee und Dich nach hinten. Nicht auf Höhe gehen, sondern auf Geschwindigkeit. Auch bei einer Bö nicht anluven, sondern auf Kurs bleiben.
Effekt: Das Boot krängt nicht so stark, die erhöhte Abdrift durch die gelifteten Schwerter wird durch die Geschwindigkeit kompensiert. So kommst Du auch besser durch die Welle. Insgesamt steuert sich das Boot ruhiger.
Mastfuß etwas weiter nach hinten heisst, dass der Segelschwerpunkt nach vorne wandert. Das scheint mir in der Ferndiagnose angebracht zu sein, da die Fock weniger Segelfläche hat als die Genua.

Soweit meine Erfahrungen, ich bin aber gespannt, ob es zum Thema "Trimm bei Starkwind" auch andere Ideen gibt. Dann bitte her damit!
Viele Grüße,
Sven.


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